Meine ersten 3 Tage mit dem Oneplus X

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Der GerätSchon seit einiger Zeit ziehe ich Smartphones aus dem Mittelklassebereich (unter 300€) den hochpreisigen Geräten vor.

Nachdem ich das Wiko Highway Signs nun langsam über habe, hatte ich wirklich die Qual der Wahl bei der Suche nach einem entsprechenden Gerät, dessen Größe möglichst unter 5 Zoll liegen sollte.

Ich suchte und suchte, schwankte zwischen Huawei, Lenovo und einem neuen Wiko, bis Falk mich schließlich auf das Oneplus X brachte. Die Spezifikationen lasen sich gut und der Preis schien auch fair.

Also bewarb ich mich auf das Gerät, welches nur über einen Invite zu kaufen ist und wartete ab.

Am 17.11.2015 erhielt ich dann endlich mein Oneplus X, nachdem ich ewig lange darauf warten musste und schon nicht mehr daran glaubte, dass es jemals geliefert werden würde.

Gut, das ist jetzt ein wenig überzogen formuliert, aber ein wenig seltsam war der Bestellprozess schon und aufgeregt hab ich mich auch ganz ordentlich darüber.

Aber mal der Reihe nach.

Bestellung

Nachdem ich meinen Invite erhalten hatte, habe ich gleich am 08.11.2015 die Bestellung ausgelöst. Ich war zwar etwas irritiert, dass ich nur den Express-Versand für 24,49€ auswählen konnte, dachte mir dann aber, dass schneller besser sei und hab bestellt.

Die Bestätigungsmail kam flott und dann passierte viele Tage lang gar nichts. Der Status der Bestellung hing auf „Pending Shipment“ und ich fing an, mir Sorgen zu machen.

Einige böse Tweets und Aufreger später schrieb ich dann doch mal den Support an und fragte nach.

Das hätte ich mal eher machen sollen, denn der Support reagierte schnell auf meine Anfrage und löste das Rätsel quasi umgehend auf:

Here is the shipping estimates for all orders:

For standard shipping: 8-12 business days (5 business days for processing + 3-7 business days for shipping)
For express shipping: 7-10 business days (5 business days for processing + 2-5 business days for shipping)

The Shipping Method will vary on the availability of your courier in your location that’s why the other shipping address has only express or standard but some have both method.

Damit konnte ich dann doch irgendwie leben und übte mich weiter in Geduld.

Lieferung

Am 17.11.2015 war es dann endlich soweit und ich konnte das gut verpackte und gegen Stöße geschützte Gerät in Empfang nehmen. Welch Freude!

Die Verpackung sieht total… blablabla!
Wen interessiert eigtl. wie die Verpackung aussieht?

Im Lieferumfang enthalten sind die üblichen Dinge wie Ladekabel (inkl. Netzteil), Quickstart-Zettelchen und ein paar Konformitätserklärungen. Außerdem – und das hat mich richtig gefreut – ist ein Silikon-Cover enthalten. Absolut passend, da im Store nämlich derzeit alle Oneplus X Hüllen „out of stock“ sind.

Nun denn. Ausgepackt und eingeschaltet.

Erste Inbetriebnahme

Wer Android bereits kennt, dem ist auch der Einrichtungsdialog bekannt. Nichts besonderes. Nur dieses Mal hatte ich ein paar Probleme mit dem WLAN. Das Gerät hat sich zwar verbunden, aber die Verbindungsprüfung wollte einfach nicht zum Ende kommen.

Also SIM-Karte aus dem alten Wiko raus und rein damit ins Oneplu… Oh wait!

Leider wollte die Micro-SIM partout nicht in den Nano-SIM Slot passen. Also schnell die Kollegen gefragt, ne Stanze organisiert, todesmutig die SIM gestanzt, die Finger dabei  geklemmt und ab damit ins X!

Der Einrichtungsdialog war dann ohne weitere Probleme abzuschließen und ich konnte mich sofort mit dem Gerät beschäftigen, ohne erst auf irgendwelche Bloatware reagieren zu müssen, weil es keine gibt. Großartig!

Kurz noch das aktuellste Update gezogen, das mir sofort angeboten wurde und dann konnte rumgespielt werden.

Rumspielen

Rumspielen kennt jeder:
Menüs checken, Einstellungen durchforsten und das Device an die eigenen Wünsche anpassen.

Tja, was soll ich sagen?
Das Teil ist der Hammer!

Ehrlich. Der Formfaktor sagt mir absolut zu, obgleich ich doch erst ein wenig Angst hatte, dass es mir zu groß sein könnte. Aber das Gegenteil ist der Fall!
Es ist gefühlt nur ein µ größer als das Wiko, fühlt sich absolut hochwertig an und liegt bestens in der Hand.
Egal, ob mit Silikon-Hülle oder ohne.

Hatte ich erwähnt, dass das Ding sauschnell ist? Selbst nach der Installation aller Apps, die ich sonst auch auf jedem Gerät habe, merke ich kein Ruckeln. App-Wechsel geschehen flüssig, das Display reagiert instant und stellt alle Inhalte brilliant dar. Fantastisch!

Auch gut finde ich, dass die Lautsprecher nicht wie üblich nach hinten, sondern nach unten abstrahlen. So wird der Sound nicht leiser, wenn das Gerät irgendwo rumliegt.

Die Tasten haben alle einen guten Druckpunkt und sind nicht wackelig.

UI/OS

Die Nutzeroberfläche bzw. OxygenOS machen Spaß und bieten einige nette Features, wie z.B. Gestensteuerung, das Shelf, App-Berechtigungen oder Softwarebuttons, die getauscht und individuell belegt werden können.

Besonders gut finde ich den Schiebeschalter an der linken Seite, über den man zwischen 3 verschiedenen Ruhemodi (alle Benachrichtigungen, nur wichtige Benachrichtigungen und keine Benachrichtigungen) wählen kann. Die einzelnen Modi sind dabei auch nochmal einstellbar.

Verschiedene Farbschemen gibt’s natürlich auch.

Der Schieberegler für die Benachrichtungen
Der Schieberegler für die Benachrichtungen

Kamera

Die Kamera ist wenig aufregend aber irgendwie auch doch. Zwar bietet die Frontkamera mit 8 MP und Blende f/2.2 im Fotomodus nur 3 verschiedene Modi (HDR, clean image und beauty), dafür fokussiert das Ding unglaublich schnell und ist nach dem Auslösen sofort wieder einsatzbereit. Das Speichern des Fotos bekommt man quasi gar nicht mit.

Neben dem Foto-Modus gibt’s dann noch einen Zeitraffer-, einen Zeitlupen-, den Video- auch noch einen Panorama-Modus. Absolut ausreichend.

Bilder reiche ich hier nach, sobald ich ein paar schöne geschossen haben.

Konnektivität

Wie ich bereits beim Zenfone-Test schrieb, hab ich nicht wirklich Ahnung von den einzelnen Netzen und bla, aber das Oneplus X hat sich -abgesehen von dem WLAN-Problem bei der Ersteinrichtung- ohne zu murren mit bisher jedem WLAN verbunden und bietet ordentlichen Datendurchsatz und besseren Empfang, als das Wiko.
Surfen im mobilen Netz funktioniert ebenfalls problemfrei.

Der GPS-Fix ist schnell und die Verbindung mit meiner Pebble und verschiedenen anderen Bluetooth-Geräten klappte ebenfalls ohne Einschränkungen.

Akku

Über die wirkliche Leistung des Akkus kann ich aktuell wenig sagen. Jedoch war laut Android am Ende des ersten Tages noch Rest für 16 weitere Stunden. Das Gerät wurde nach dem Auspacken nicht aufgeladen und ich hab ordentlich damit rumgespielt. Auch die nachfolgenden 2 Tage war das Gerät für meine Verhältnisse ordentlich in Gebrauch und hatte abends noch immer Restladung für „noch etwa 1 Tag und 2-4 Stunden“.

Klingt für ein Smartphone absolut ausreichend.

Nachteile

Den einzigen Nachteil, den ich bisher feststellen konnte ist, dass die micro-SD auf NTFS formatiert werden muss, damit sie in vollem Umfang genutzt werden kann.
Dieser Bug ist jedoch bekannt und wird zeitnah gefixt werden, wie mir der Support mitteilte.

We are already doing our best to solve this issue as soon as possible.
Please try to format your SD card on a windows pc by applying a NTSF format. Your SD card should work after this.

Das Problem, von welchem Dr. Web in seinem Test berichtet, dass man mit dem Gerät nicht telefonieren kann, konnte ich nicht feststellen. Alle Telefonate waren, ein- als auch ausgehend, von Beginn an einwandfrei.

Was noch ein wenig stören könnte, sind die unbeleuchteten Soft-Touch-Tastem.
Wer sich dadurch gestört fühlt, kann aber die Softkeys aktivieren und diese, wie bereits beschrieben, auch noch mit Sonderfunktionen belegen.

Fazit

Für nicht ganz 300€ inkl. Versand bekommt man mit dem Oneplus X ein hochwertiges Gerät, dass trotz älterem Prozessor aber dafür mit 3GB RAM absolut flüssig läuft, eine schnelle und gute Kamera an Bord hat und mit einem top Display daher kommt.
Ach ja, Android 5.1.1 gibt’s natürlich auch.

Im direkten Vergleich zum Zenfone 2, würde ich dem Oneplus X aufgrund des Preises und des für mich passenderen Formfaktors auf jeden Fall den Vorzug geben.

 

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Jan B-Punkt

Jan B-Punkt

CEO, bitch!
Ich bin Jan, der Hauptakteur bei janbpunkt.de. Naja, eigtl. bin ich sogar der einzige Schreiberling hier. 1980 in Eckernförde geboren, lebe ich aktuell mit meiner Frau in Kiel und habe Spaß an Technik, Gadgets und dem Internet. Außerdem fotografiere und zocke ich gern. Verständlich, dass die meisten Artikel sich daher auf eben jene Themen beziehen.
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