ostsee resort damp – Danke für Nichts!

LattenplattenEin schönes, verlängertes Wochenende im ostsee resort damp mit ein wenig Turmklettern im Fun & Sport Center sollte es werden.
Leider kam es dann doch etwas anders.

Im August entschieden meine Frau und ich, dass wir im Herbst gern wieder mal ein verlängertes Wochenende aus dem Alltag ausbrechen wollen würden und entschieden uns, 3 Nächte im ca. 50km entfernten ostsee resort damp zu buchen. Standardzimmer. 100 Mücken die Nacht für 2 Personen. Zutritt zum Fun & Sport Center inklusive, Kletterei exklusive. Kein Problem.

So weit so klar. Gebucht, Bestätigung erhalten und gewartet, dass das Wochenende endlich kommt.

Gestern, am 25.11.2016, war es dann endlich soweit.
Nochmal kurz die Website auf Besonderheiten geprüft und gestutzt:

Vom 25.11.-27.11.2016 ist das Fun & Sport Center auf Grund einer Großveranstaltung nur eingeschränkt nutzbar.

Na gut, kann ja alles heißen.
Also zum Telefon gegriffen, angerufen und nachgefragt, ob die Einschränkung auch für den Kletterbereich gilt. Nope, nur der Badminton- und Squashbereich würden belegt sein. Kletterturm, Boulderhöhle und Kinderkletterbereich wären frei. Puh, Glück gehabt. Schließlich war das Klettern ja einer der Gründe für den Aufenthalt.

Wir fuhren dann gegen 14:00 Uhr los, um pünktlich zum Check-In um 15:00 Uhr da zu sein.

Nach ’ner lustigen Stunde Fahrt mit Wencke Myhre, Wolle Petry, Peter Maffay und Co, waren wir dann da, parkten auf dem kostenfreien Parkplatz, nahmen den kostenfreien Shuttle zum Hotel und merkten schnell, was mit der o.g. Großveranstaltung gemeint war: Menschen. Überall Menschen, die einchecken wollten.

Nach 20 Minuten waren wir dann auch endlich durch und konnten Zimmer 903 beziehen. Sah in der Euphorie des Urlaubsrausches ganz nett aus und so haben wir erstmal nur schnell ausgepackt und uns aufgemacht, die Gegend zu erkunden – insbesondere das Fun & Sport Center mit dem Kletterbereich.

Dort angekommen fragten wir den sehr netten Herrn vor Ort, wie denn die Voraussetzungen wären, um am Kletterspaß teilnehmen zu können. Der Mann schaute ein wenig bedauernd und teilte uns freundlich mit, dass er dieses Wochenende nicht nur der einzige Mitarbeiter vor Ort sei, sondern auch der einzige, der eine Einweisung geben könne. Blöd nur, dass er sich das gesamte Wochenende lang um die Teilnehmer der o.g. Großveranstaltung kümmern müsse.

Er bot uns an, als Ausgleich die Ausrüstung zum Bouldern kostenlos leihen zu können und wies uns den Weg zur Boulderhöhle, um selbige schon mal in Augenschein nehmen zu können.
Taten wir dann auch gleich und haben uns fast bepisst vor Lachen.
Leider hab ich es vor lauter Lachen verpeilt, ein Foto von dem Kabuff zu machen, aber mehr war es auch nicht: 3m lang, 2m tief, 2,2m bis zur Decke. Keine Routen, nur lieblos an die Wand geworfene Griffe und Tritte, keine Matten. Letztere hätten eh keinen Platz gehabt.

Die Stimmung war im Keller. Hatten wir uns doch so drauf gefreut.
Gut, dann halt kein klettern. Gehen wir halt morgen ins Entdeckerbad. Sah von außen in Ordnung aus.
Jetzt erstmal was essen und ein Bierchen, um auf andere Gedanken zu kommen.

Also ab ins Moby Dick und lecker Fressi gefasst. War echt gut und die Preise angemessen.

Gegen 21:00 Uhr sind wir dann ins Hotel zurück und das eigentliche Drama begann.

Von Anfang an kam mir meine Matratze sehr weich vor, jedoch war die Fressnarkose derart stark, dass ich schnell einschlief. Für 2 Stunden. Gegen Mitternacht wachte ich mit höllischen Rücken- und Nackenschmerzen auf und lag von da an wach, weil ich nicht wusste, wie ich liegen sollte. Immer wieder kullerte ich in diese Mulde in der Matratze zurück. Klingt eigentlich lustig, ist es aber gar nicht, wenn man Schmerzen hat und nur pennen will, um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Dazu kam noch dieser fiese Geruch. Eine Mischung aus altem Mensch und Krankenhaus. Nicht weiter überraschend, war das Hotel doch früher mal Teil der Rehaklinik.

Gegen 2:00 Uhr morgens haben die Frau und ich dann die Einzelbetten, welche über 2 fiese Metallklemmen mit Ösen zu einem „Doppelbett“ verbunden wurden, getauscht. Die andere Seite war das krasse Gegenteil. Bretthart. Ich hab dann die Zeit mit Studium der AGB des Hotels und Hotel-Rezensionen überbrückt. Ich hatte mich mittlerweile sehr in dieses Nicht-Klettern-Können- und Scheiß-Drecks-Piss-Betten-Ding reingesteigert und wollte eigentlich nur noch nach Hause. Auch wegen der Schmerzen, die nicht besser wurden. Erfahrungsgemäß halten die bei mir dann erstmal 2 Tage an. Entdeckerbad wäre da eh nix gewesen.
Um 5:30 Uhr hab ich das letzte Mal auf die Uhr geschaut, um 7:00 Uhr klingelte der Wecker.

Jetzt konnte ich endlich prüfen, warum die eine Matratze ein Brett und die andere so wabbelig war. In den Rezensionen las man oft von ausgeleierten Lattenroste, dem wollte ich nachgehen.
Also mal eben die eine Matratze angehoben und tatsächlich: keine Spannung mehr auf den Latten, eine raus gefallen, weil die provisorische Reparaturverschraubung ihren Geist aufgegeben hatte.

Dann mal die andere Seite anschauen.
Hätte ich es doch bloß gelassen. Da, wo eigtl. Latten hätten sein sollen, lag eine Holzplatte. Ende der Geschichte.

Nun war ich nicht nur müde, sondern auch noch richtig, richtig sauer.

Naja, erstmal duschen. Mit Duschvorhang. In kleiner Duschkabine ohne richtige Duschwanne.

Mein Duschvorhang, die Sau, kommt immer kuscheln, wenn ich dusche!

Dass das Badezimmer danach halb geflutet war, versteht sich von selbst. Was ich nicht verstehe ist, warum man keine aktive Belüftung in das Bad gebaut hat.
Insgesamt, bot das Zimmer nur zwei Möglichkeiten zum Lüften:

  1. Kleiner Lüftungsschlitz oberhalb der Balkontür mit Schimmel
  2. Balkontür mit Haken feststellen

Das ist nicht so dolle und hat zusätzlich genervt.

Anschließend hab ich dann mal den Blick durchs Zimmer schweifen lassen und genauer hingeschaut. Der Teppich fühlte sich barfuß komisch an und nun sah ich auch warum. Er war stellenweise blank bis auf die Gummierung. An anderen Stellen waren Flecken, die ich eher in einem Zimmer eines männlichen Teenagers, der seine Körperflüssigkeiten nicht unter Kontrolle hat, erwartet hätte. Oder es war Köterkotze. Kurz: ekelhaft!

Ach, vom Wasserdruck der Toilette fange ich gar nicht erst an zu schreiben. 2x spülen wäre nicht genug gewesen, wenn man sich mal richtig ausgesch***en hätte. #isso

Kurze Rücksprache mit der Frau, die ebenso beschissen geschlafen hatte, nachdem wir die Seiten gewechselt hatten, ergab, dass wir hier keine Nacht länger bleiben wollten.

Also noch vor dem Frühstück (07:30Uhr) an die Rezeption geschlurft und unseren Kummer mitgeteilt. Dort nahm man unser Anliegen auf und wollte sich mit der sog. Gastbetreuerin besprechen, die gegen 8:00 Uhr aufschlagen sollte.

Wir sind dann erstmal frühstücken gegangen. Wie ca. 80 andere Großveranstaltungsteilnehmer in ihren schnieken Fitness-Outfits auch. Es war dementsprechend voll, laut und ungemütlich. Gott sei Dank war die Auswahl am Buffet reichlich und geschmacklich in Ordnung. Allerdings hatten wir ja extra in der Nebensaison gebucht, um unsere Ruhe zu haben. Pustekuchen.

Kurz nach 8:00 Uhr also wieder – mittlerweile völlig genervt – an die Rezeption und nach dem Stand der Dinge gefragt. Gastbetreuer-Tussi noch nicht da. Wird zu 9:00 Uhr erwartet.

Sind dann nochmal am Strand spazieren gegangen und haben den Sonnenaufgang genossen bzw. nochmal die Möglichkeiten besprochen. So Dinge wie Stornokosten, anderes Zimmer, aufgewertetes Zimmer und bla.
Wir waren uns jedoch weiterhin einig, dass wir wieder nach Hause wollen. Zum einen, weil die Stimmung im Arsch war und zum anderen, weil wir nicht woanders wohnen müssen, um nur spazieren zu gehen. Das geht tatsächlich auch in Kiel.

Wieder an der Rezeption war dann die Gastbetreuer-Tusse wohl endlich da und hatte zuvor ihre Instruktionen an die arme Fr. T weitergereicht. Sie selbst versteckte sich im Büro hinterm Counter und ließ sich nicht zu einem Gespräch hinreißen.

Uns wurde angeboten, ein Zimmer der nächsthöheren Kategorie beziehen zu können. Dies haben wir aus o.g. Gründen dankend abgelehnt. Wäre unser geplanter Aufenthalt nicht so kurz gewesen, hätten wir evtl. diese Option angenommen, aber in 2 Tagen, drückt man das nicht mal eben so weg. Ich jedenfalls nicht.

Das Ende vom Lied war dann, dass wir 10% auf unseren Aufenthalt bekommen haben und die vollen Stornokosten zahlen mussten. Sprich 90€ für die erste Nacht (10€ gespart) und volle 160€ für die stornierten 2 Nächte. Macht dann zusammen 250€ für 1 Nacht für 2 Personen.

Bester. Urlaub. Ever. Nicht.

In diesem Sinne: Danke für Nichts!

 

Hier nochmal in Bildern. Statisch und bewegt.
Und ja, ich weiß, dass es der Lattenrost heißt.

 

 

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Jan B-Punkt

Jan B-Punkt

CEO, bitch!
Ich bin Jan, der Hauptakteur bei janbpunkt.de. Naja, eigtl. bin ich sogar der einzige Schreiberling hier. 1980 in Eckernförde geboren, lebe ich aktuell mit meiner Frau in Kiel und habe Spaß an Technik, Gadgets und dem Internet. Außerdem fotografiere und zocke ich gern. Verständlich, dass die meisten Artikel sich daher auf eben jene Themen beziehen.
Jan B-Punkt

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1 Kommentar auf "ostsee resort damp – Danke für Nichts!"

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Sinipopini
Gast

Was n das für n Kack Hotel? Ihr armen 😐

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